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Auf zum Frühjahrsputz
Umweltfreundlich & mit Freude.
Fröhlich zwitschernde Vögel, Primeln und Schneeglöckchen, die sich durch übrig gebliebenes Herbstlaub wühlen, kündigen den von vielen ersehnten Frühling an. Und damit auch längere Tage und mehr Sonnenschein. Es wird wieder heller in unseren Wohnungen und Häusern. Die Sonne wirft ihr Licht nun auch wieder in Ecken und auf Flächen, die wir in der dunklen Jahreszeit einfach nicht gesehen oder übersehen haben. Mit dem Frühlingserwachen wächst auch der Wunsch, dem eigenen Zuhause eine Erfrischungskur zu gönnen. Oft fehlt es allerdings an der Motivation, um zum Putzlappen und Besen zu greifen. Deshalb gibt es heute von uns Tipps & Infos für einen wirkungsvollen, umweltfreundlichen und effizienten Frühjahrsputz.
- „Hardware“: Es ist wie beim Kochen, Sporteln oder Heimwerken. Auch beim Putzen fängt alles mit der Ausrüstung an. Die „Hardware“ aus Staubsauger, Besen, Kübel und Putzlappen muss vorhanden sein und funktionieren. Das kostet nicht viel, erleichtert aber die Arbeit immens. Machen Sie am besten eine Inventur, bevor Sie mit dem Fensterputzen und Wischen loslegen. Und setzen Sie bei der Nachrüstung Ihrer Hilfsmittel auf hochwertige und nachwachsende Materialien, wie Bürsten mit Naturborsten und Putztücher aus natürlichen Stoffen. Abgetragene T-Shirts aus Baumwolle eignen sich auch hervorragend zum Putzen. Regelmäßig bei 60 °C gewaschen, kann man sie auch immer wieder verwenden. Überhaupt sind gewaschene Putzlappen eine Grundbedingung, damit alles sauber wird.
- „Software“: Besonderes Augenmerk sollten Sie auch auf die „Software“ legen. Denn welches Putzmittel verwendet wird, macht oft den entscheidenden Unterschied. Und damit ist nicht nur die Reinigungskraft gemeint. Konventionell hergestellte Putzmittel enthalten oft Stoffe, die Gewässer, Böden und Ökosysteme belasten. An erster Stelle stehen Tenside, das sind Substanzen, die Fett und Schmutz lösen. In ökologischen Produkten sind die verwendeten Tenside meist auf pflanzlicher oder pflanzlich-mineralischer Basis hergestellt. In konventionellen Reinigern sind oft Schmutzlöser auf Erdölbasis enthalten. Sie bauen sich nur sehr langsam ab und belasten damit die Umwelt. Das tun auch Phosphate und aggressive Desinfektionsstoffe wie Chlor- oder Ammoniumverbindungen. Sie reizen noch dazu die Haut und können Ausschläge und Allergien verursachen. Auch synthetische Duft- und Konservierungsstoffe können gesundheitliche Probleme auslösen. Mittlerweile gibt es eine große Palette an biologischen Alternativen, die frei sind von diesen Inhaltsstoffen. Sie schonen die Natur und haben trotzdem eine hohe Putzkraft. Noch dazu sind sie verträglicher für den Menschen, da sie sanfter pflegen. Wenn Sie sensible Haut haben, sollten Sie auch bei Waschmitteln immer zu den natürlichen „Reinigungs-Softies“ greifen.
- Hausmittel: Wer es noch natürlicher will, setzt auf bewährte Hausmittel. Essig oder Zitronensäure sind ein verlässlicher Kalklöser für Armaturen in Bad und Küche. Warmes Wasser mit einem Schuss Essig ist auch ideal, um den Kühlschrank damit auszuwischen, da Essig auch desinfizierend wirkt. Und auch der Wasserkocher lässt sich so ganz schnell vom Kalk befreien. Wasser in das Gerät füllen und einige Esslöffel eines günstigen Haushaltsessigs dazugeben, kurz aufkochen lassen. Je nach Verkrustung haben sich die Ablagerungen nach kurzer Zeit gelöst. Eine Mischung aus Natron und Wasser ist das Zaubermittel gegen hartnäckige Verschmutzungen im Backrohr. Natron mit Wasser vermengen, bis eine streichfähige Paste entsteht. Den Backofen damit einstreichen und für einige Stunden einwirken lassen, dann gründlich auswischen.
- Von oben nach unten: Schon unsere Großmütter haben „gepredigt“, dass man von oben nach unten putzen soll. Übersetzt heißt das, zuerst die Lampen reinigen, dann die Kästen und Regale von der obersten bis zur untersten Stellage abstauben oder auswischen. Vorhänge abnehmen und waschen, die Fenster putzen und dann die Polstermöbel saugen. Zum Schluss kommen die Böden dran, saugen, kehren und wischen.
- Gute Gelegenheit: Wenn Sie schon dabei sind, Bücherschränke abzustauben, Kästen in Küche und Bad auszuwischen, nutzen Sie auch gleich die Gelegenheit und misten Sie aus. Verkochen Sie Lebensmittel, die schon lange im Küchenschrank lagern, entsorgen Sie Verdorbenes und verschenken, verkaufen oder spenden Sie Dinge, die nicht mehr gebraucht oder verwendet werden. Schaffen Sie so Platz für Neues oder verschaffen Sie sich damit einfach mehr „Luft“.
- Raum für Raum: Damit das Putzen mehr Abwechslung bringt, am besten nicht alle Fenster an einem Tag putzen und am nächsten Tag die Kästen auswischen. Nehmen Sie sich jeden Tag einen Raum vor. Das sorgt für mehr Abwechslung und Sie sind nicht komplett fertig oder fadisiert, wenn Sie den ganzen Tag auf der Leiter gestanden sind, um alle Lampen oder Kästen zu reinigen.
- Highlight: Ein Frühjahrsputz, bei dem die Fenster nicht gereinigt werden, ist undenkbar. Meistens trübt eine Schutzschicht nach den Wintermonaten den Blick nach draußen. Und wenn die Fenster dreckig sind, wirkt jede noch so saubere Wohnung schmutzig. Mit dieser Methode ist Fensterputzen ziemlich einfach. Machen Sie eine Lauge aus warmem Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel. Damit die Scheiben vom Schutz des Winters befreien. Mit frischem, klarem, warmem Wasser und einem sauberen Tuch nachwischen. Die feuchten Fenster sofort mit einem trockenen Baumwolltuch polieren. So bleiben die Fenster streifenfrei, auch wenn das nächste Mal die Sonne darauf strahlt.
- Zeit lassen: Lassen Sie sich vom Frühjahrsputz nicht fertig machen. Teilen Sie die Arbeit auf mehrere Tage auf, aber fangen Sie nicht erst in der Osterwoche damit an, dann kommt mit ziemlicher Sicherheit Stress auf. Teilen Sie nach Möglichkeit auch die restliche Familie ein. Gemeinsam geht es nicht nur schneller, es macht auch mehr Freude.
- Putzen ist Sport: Wenn Sie trotz all dieser Tipps keine große Lust zum Putzen haben, sehen Sie es als Training. Beim Fensterputzen, Bodenwischen oder Staubsaugen liegt der durchschnittliche Kalorienverbrauch bei 200 bis 300 Kalorien in der Stunde. Da kommt also schon etwas zusammen, wenn die Wohnung ordentlich geputzt wird.
- Genießen Sie den Frühling: Wer putzt, darf auch mal Pause machen. Nutzen Sie die ersten warmen Tage des Jahres für einen Spaziergang in der Natur. Damit Sie die Vögel nicht nur beim Fensterputzen singen hören und die eine oder andere Primel für Ihr erfrischtes, sauberes Zuhause pflücken können.