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Bio – das steckt dahinter!

15 Gründe für Bio aus dem Fachhandel.

Die meisten von uns wollen gut und gesund essen – und das mit Genuss. Wie Lebensmittel hergestellt werden und welche Auswirkungen unserer Ernährung auf die Natur hat, ist oft mitentscheidend dafür, was im Einkaufswagen landet. Wer sich mit den vielschichtigen Fragen der Ernährung auseinandersetzt, bekommt schnell die Antwort – besser ist es, auf biologische Lebensmittel zu setzen. Allerdings ist nicht immer gleich klar, was genau bio besser macht. Auch dass es in der Qualität einen Unterschied gibt zwischen Bio-Produkten aus dem Diskonter und handwerklich hergestellten Bio-Produkten. Und ein Vorurteil schwingt auch oft mit – bio ist teuer. Wenn man sich allerdings anschaut, was Bio-Lebensmittel zu bieten haben, schlägt das Pendel schnell zu ihren Gunsten aus.

Um die Vorteile von Bio-Produkten aus dem Fachhandel auf einen Blick zu erkennen, gibt es jetzt die sogenannten Organic Development Goals – also eine Übersicht der Ziele, Vorgaben und Wirkungen von biologischen Lebensmitteln. Die Interessensvertretung der Bio-Fachhändler, das Forum Biofachhandel hat sich dafür die Sustainable Development Goals (SDG) zum Vorbild genommen. Das sind die Nachhaltigkeitsziele, denen sich die Mitgliedsstaaten der UNO verpflichtet haben.

 

Natürlich & verantwortungsvoll

Und das sind die 15 Werte des Bio-Fachhandels. Damit es besser schmeckt und besser ist – für uns, unsere Umwelt und Zukunft:

 

1. Lebendige Böden
Gesunde Böden lassen Getreide und Gemüse prächtig gedeihen. Pestizide und chemisch-synthetische Dünger vernichten langfristig das natürliche Leben in der Erde. Bio-Bäuer:innen setzen auf organische Dünger, wie Mist oder Humus. Damit bleibt die Erde ein Tummelplatz für Milliarden von Mikroorganismen, Würmern und Käfern.

 

2. Sauberes Wasser
Ohne Wasser kein Leben. Das gilt für uns Menschen und die Natur. Wenn das Erdreich mit chemischen Substanzen verseucht ist, bleibt auch das Grundwasser nicht verschont. Nitrate und Pestizide schaden der Gesundheit und sind eine Belastung für die Umwelt. Die Bio-Landwirtschaft arbeitet umweltschonend mit organischen Düngern.

 

3. Gesundes Klima
Wir alle müssen essen. Das macht die ressourcen- und energieintensive Landwirtschaft zu einem Haupttreiber der Klimakrise. Bio-Produkte verursachen 30 % weniger Treibhausgase pro Hektar Anbaufläche. Und noch ein Plus: humusreiche Böden nehmen Starkregen besser auf und sind widerstandfähiger.

 

4. Reiche Biodiversität
Schmetterlinge, Bienen, Ameisen – ihre Vielfalt ist nicht nur eine Freude für Naturliebhaber. Ohne Bestäubung von Insekten und der Vielfalt an Mikroorganismen in unseren Böden würden unsere Teller leer bleiben.

 

5. Ernährungssicherheit
Krisen lassen sich nicht aufhalten, man kann sich nur darauf einstellen. Das macht die biologische Landwirtschaft. Sie stärkt mit regionalen Partnerschaften die Unabhängigkeit von globalen Lieferketten und wirtschaftet im Einklang mit der Natur z.B. mit abwechslungsreichen Fruchtfolgen.

 

6. Geringerer Energieverbrauch
Bio bedeutet organische Düngung, anstelle der in der Herstellung energiefressenden Mineraldünger. Das reduziert den Energieverbrauch pro Hektar um rund 50 % gegenüber konventionell produzierenden Landwirtschaftsbetrieben.

 

7. Tierwohl
Ausreichend Auslauf ins Freie, gesundes Futter und ein geräumiger, heller Stallplatz. So stellen wir uns das Leben von Nutztieren am liebsten vor. Erfüllt werden diese hohen Standards von Bio-Landwirt:innen. Sie behandeln Tiere artgerecht und mit Respekt.

 

8. Handwerkliche Verarbeitung
Mit Liebe gemacht. Bei Bio-Produkten aus dem Fachhandel ist das mehr als ein “Werbeschmäh“ – sie werden sorgfältig, natürlich und schonend hergestellt. Anstelle von rund 300 Zusatzstoffen sind in der Bio-Produktion nur rund 50 E-Nummern erlaubt, wie z.B. Zitronensäure oder Pektin. Künstliche Farbstoffe und Süßstoffe oder Geschmacksverstärker sind verboten.

 

9. Wenig Müll
Kreislaufwirtschaft reduziert den Müll. Organische Stoffe werden zu Mist oder Kompost. Aus  nachwachsenden Materialien hergestellte Verpackungen sind mittlerweile für viele Bio-Betriebe selbstverständlich. Lt. EU-Umweltagentur verursacht ein Bio-Betrieb rund 23% weniger Abfall.

 

10. Zertifizierte Qualität
Das Bio-Zertifikat ist eine Garantie, der man vertrauen kann. Die Bio-Betriebe werden dafür in einem intensiven Verfahren zertifiziert und regelmäßig kontrolliert. Basis dafür sind strenge EU-Richtlinien.

 

11. Fair handeln
Ob für Produzent:innen, Händler:innen oder Kund:innen, entlang der ganzen Wertschöpfungskette geht es um gegenseitige Wertschätzung und ein faires und transparentes  Miteinander.

 

12. Arbeiten mit Sinn
Es ist befriedigend im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Das zeigt auch eine Umfrage unter Bio-Landwirt:innen. 80% empfinden ihre Arbeit als sinnstiftend und erfüllend.

 

13. Wissen und Verstehen
Wissen ist die Voraussetzung für Veränderung. Erst wenn wir das Zusammenwirken von Landwirtschaft, Ernährung und Klima verstehen, können wir mündige Kaufentscheidungen treffen.

 

14. Gesundheit und Wohlbefinden
Bio-Lebensmittel sind natürlicher und damit auch gesünder. Bio-Gemüse und -Obst enthalten bis zu 60 % mehr Antioxidantien. Noch dazu gibt es weniger Rückstände von Schwermetallen und Pestiziden.

 

15. Genuss und Freude
Mit mehr Geschmack wird der kulinarische Genuss gleich noch ein Stück größer. Sensorik-Studien haben gezeigt, dass Bio-Äpfel und Bio-Tomaten als frischer, aromatischer und natürlicher wahrgenommen werden.